Hundeschule Kopp





Besucher by GOWEB

Wie kommt man dazu, eine Hundeschule aufzumachen bzw. sich um Hundeerziehung zu kümmern? Das wird sich der eine oder andere fragen.

Meine spontane Antwort auf diese Frage (was mich betrifft jedenfalls): aus der Not geboren.

Gino (ein AC amerikanisch-canadischer weißer Schäferhund),  mein erster Welpe - mein zweiter Hund - kam mit 7 Wochen in mein Leben. All die Vorstellungen die ich hatte aufgrund meines ersten Hundes, konnte ich sofort in die Tonne treten.

Mein erster Hund, Heidi, kam aus dem Tierheim, war ca. sechs Jahre alt, sehr schüchtern bis verängstigt, habe ich ab der ersten Minute frei laufen lassen können, wenn ich sie ansprach reagierte sie auf mich, kam, wenn ich sie rief - kurz: sie war unproblematisch, liebenswert, ein Goldschatz, ein Hund den ich überall mit hin nehmen konnte, einfach ein Traum.

DIESE Vorstellung hatte ich irrsinniger Weise auch bei Gino, mir ist nie der Gedanke gekommen etwas anderes anzunehmen. Der kommt schon, wenn ich ihn rufe... usw. ... DAS HATTE ICH IN MEINER NAIVITÄT WIRKLICH ANGENOMMEN. Einfach so... der Hund tut das was ich möchte, warum auch nicht?

Tja, so war es dann eben nicht. Der Grund war auch ganz einfach: der kleine Mann wusste selbstverständlich nicht, was ich eigentlich von ihm will. So war ich sozusagen gezwungen, mich um Welpenaufzucht u. Hundeerziehung zu kümmern, was ich auch getan habe bzw. sogar tun musste, weil diverse "Stellen", an die ich mich gewandt habe, mich vertröstet oder mir schlicht nicht geholfen haben.

Das ist jetzt über 14 Jahre her. Aus dem "Müssen" ist ein "Wollen" geworden, mich hat das alles rasend interessiert. Seither befasse ich mich mit diesem Thema täglich, reflektiere, stehe in Kontakt mit guten Trainern, die mir, wenn ich mal "auf dem Schlauch" stehe, helfen.

Vor 14 Jahren hatte ich Panik, ich hatte Angst, das nicht "hin" zu bekommen, für mich war Gino als Welpe ein Problem, ich wusste nicht, wie ich das schaffen sollte.

Heute weiß ich, er war wunderbar, als Welpe schon - ich vermisse ihn immer noch, aber es ist nicht mehr schmerzhaft.

Gino mit mir:

                                        

                                        

                                       

                                        

                                        

                                        

 

Gino hat am 08.06.2006 für immer die Augen geschlossen. Er war der wunderbarste Hund der Welt! Ich vermisse ihn unendlich......

"Wenn Liebe allein dich hätte retten können,
dann wärst du niemals gestorben,
und wenn man aus Tränen eine Treppe bauen könnte
und aus Kummer einen Weg,
dann würde ich den Pfad zum Himmel gehen
und dich wieder zurück holen."

 

                                    

                                    

                                    

                                    

                                    

                                    

Gino, einen Tag vor seinem Tod.